Nasenspitzenkorrektur in Hamburg

Planung einer Nasenspitzenkorrektur

Die Nasenspitze ist eine der dominantesten und auffälligsten Strukturen in unserem Gesicht.

 

Eine gründliche Analyse der anatomischen Gegebenheiten und die daran angepasste präzise Planung sind Voraussetzung dafür, dass sich mit dem Einsatz modernster operativer Techniken ein Erfolg bei der Korrektur einstellt.

 

In manchen Fällen muss man nicht die gesamte Nase operieren, sondern, um eine ästhetisch schöne Nase zu erreichen, genügt die alleinige Operation der Nasenspitze:

 

Die Form der Nase kann dabei vielfach variieren: Neben einer sehr breiten Nasenspitze – im Volksmund auch „Knollennase“ genannt – kann die Nasenspitze einen ausgeprägten Spalt aufweisen. Sie kann sehr schief und asymmetrisch erscheinen oder als sehr spitz oder hängend wahrgenommen werden.

 

Wir beraten Sie dazu gerne in unserer Hamburger Praxis für Nasenchirurgie.

 


Zu breite Nasenspitze als häufige Ursache

Besonders bei breiten Nasenspitzen ist es zunächst wichtig, die ungefähre Dicke der Haut zu beurteilen. Nur bei nicht allzu dicker Haut gelingt eine Verschmälerung im gewünschten Maße. Wird dieser Fakt nicht klar verstanden, kann sich nach einer Operation schnell eine Enttäuschung einstellen, da die Erwartungshaltung nicht befriedigt werden konnte.

 

Die Haut besteht aus drei verschiedenen Schichten, die unterschiedlich stark miteinander verbunden sind. Neben einer feinen Fettschicht als unterste Lage, gibt es die Lederhaut (Dermis = mittlere Hautschicht) und die Oberhaut, auch Epidermis genannt.

 

Chirurgisch kann lediglich eine vorsichtige Ausdünnung der Fettschicht vorgenommen werden. Dennoch löst das nicht alle Probleme dicker Haut. Eine radikalere Manipulation kann mit unschönen Narben an der Nasenspitze enden, die danach sehr schwer zu behandeln sind. Bei einem normalen Hautmantel wird eine Verfeinerung der Nasenspitze durch eine Modellierung des darunter liegenden Knorpels erreicht – nach Möglichkeit ohne Abtragung größerer Knorpelmengen.

 

Die Nasenspitze wird vor allem mit einer feinen Naht verformt, die ihr zusammengesetzt das Aussehen einer Raute oder eines Diamanten gibt – mit der breiten Basis am höchsten Punkt der Nasenspitze. Gleichzeitig stabilisieren sich dadurch die Nasenflügel. Diese Naht (cranial tip suture) wurde in unserer Praxis entwickelt und zeigt bisher sehr gute Ergebnisse. Sie wird weltweit von vielen Kollegen verwendet.

 

Bei bereits voroperierten Nasen fehlt nicht selten ein wichtiger Teil der Nasenspitzenstruktur. In diesen Fällen muss eine Stabilisierung mit feinen, knorpeligen Transplantaten erfolgen, um die gewünscht Form zu erreichen.

 

Die Operation der Nasenspitze dauert in der Regel ca. 45 Minuten bis zu einer Stunde, und das endgültige Ergebnis ist deutlich schneller zu sehen als bei einer Operation der gesamten Nase.

 

Beispiel einer Nasenspitzennaht
Beispiel einer Nasenspitzennaht

 

Die Operation der Nasenspitze dauert in der Regel ca. 45 Minuten bis zu einer Stunde, und das endgültige Ergebnis ist deutlich schneller zu sehen als bei einer Operation der gesamten Nase.

Fotos unserer Patientin nach Operation einer Höckernase mit einer breiten Nasenspitze


Hängende Nasenspitze

Auch eine hängende Nasenspitze kann sich ästhetisch sehr unvorteilhaft auf das Gesicht auswirken. Meistens erscheint das Gesicht dadurch älter und härter, die Nase länger.

 

Die Anhebung der Nasenspitze wird mit kleinen Knorpeltransplantaten erreicht. Von Natur aus wird unsere Nasenspitze nur durch feine Bindegewebefasern zusammengehalten. Im Laufe des Lebens lässt die Spannung nach und die Nasenspitze sinkt mehr und mehr ab. Durch die Stabilisierung der Nasenspitze mit Knorpel kann diese an der Nasenscheidewand fixiert und somit der gewünschte Effekt dauerhaft erreicht werden. Der benötigte Knorpel wird dabei aus der Nasenscheidewand selbst gewonnen. Künstlicher oder körperfremder Knorpel kommen dabei nicht zum Einsatz.

Wird sich meine Spitze später absenken?

Septal Extension Graft
Das Bild zeigt einen sog. Septal Extension Graft nach der Überlappung und Stabilisierung mit „Embracement Graft“

Das Entscheidende bei der Nasenspitzenmodellierung ist die Beständigkeit des Ergebnisses. Auch nach langer Zeit muss die Nasenspitze die erzielte Veränderung beibehalten. Die operativen Techniken haben sich dazu in den letzten Jahren wesentlich verändert. In der Vergangenheit kam es nach einer Operation an der Nasenspitze häufig zu einem langsamen Absinken. Daher wurde die Nasenspitze chirurgisch gerne überrotiert, um diese zukünftige Veränderung zu kompensieren. Nicht selten führte das dann zur sog. Schweinchennase. Heute wissen wir, dass eine Stabilisierung der Nasenspitze die Grundlage für eine dauerhafte Form ist.

 

Es ist erstaunlich, dass es trotz besseren Wissens leider noch einige chirurgische Kollegen gibt, die grundlegende anatomische Gegebenheiten ignorieren oder falsch interpretieren - vor allem die Dicke und somit das Gewicht der Haut an der Nasenspitze. Bei allen Menschen lässt im Laufe des Lebens die Spannung im Gewebe nach. Je älter ein Mensch wird, desto mehr hängt die Nasenspitze, desto länger wirkt sie bei vielen. Eine bewegliche Nasenspitze, die bereits natürlicherweise hängt, senkt sich so gut wie immer über die Jahre.

 

 


Unser Konzept beruht auf dem Prinzip der Verstärkung des Nasengerüsts an der Spitze. Dabei wird ein knorpeliges Transplantat aus der Nasenscheidewand entnommen und in die Nasenspitze integriert. Somit kann von vornherein die Position der Nasenspitze festgelegt und die dafür notwendige Stabilität erreicht werden. Dieses Konzept hat sich seit über 20 Jahren bewährt. Die Nasenspitze bleibt in der gewünschten Position. Das Gefühl der Versteifung der Spitze verschwindet teilweise nach mehreren Jahren und es wird zur Normalität - wie der unbewegliche Nasenrücken. In den seltenen Fällen, bei denen der Knorpel im Nasenstegbereich von Natur aus sehr stabil ist, kann auch nur ein ganz kleines Stabilisierungstransplantat eingesetzt werden. Dadurch ist die Beweglichkeit größer.

 

Die beiden folgenden Bilder zeigen das Prinzip des sogenannten Stair Step Extension Graft. Ein Absinken der Nasenspitze ist damit nicht möglich.

 

Stair Step Extension Graft
Stair Step Extension Graft

Quellen:

-M. Kovacevic et al. Neue Aspekte in der Nasenspitzenchirurgie, HNO ,12/2015

-M. Kovacevic et al. Cranial Tip Suture in Nasal Tip Contouring, Facial Plastic Surgery 2014;30:681-687

-M. Kovacevic, Kapitel „Dorsal Refinement“ aus dem Buch „ Dorsal Preservation“