Nasenspitzenkorrektur in Hamburg

Planung einer Nasenspitzenkorrektur

Die Nasenspitze ist eine von den dominantesten und auffälligsten Strukturen in unserem Gesicht. Daher ist die gründliche Analyse des Aussehens und der darunterliegenden Anatomie, gepaart mit modernsten Techniken bei der Operation, entscheidend für den Erfolg der Korrektur.

 

In manchen Fällen muss man nicht die gesamte Nase operieren, sondern, um eine ästhetisch schöne Nase zu erreichen, genügt die alleinige Operation der Nasenspitze:


Wir beraten Sie dazu gerne in unserer Hamburger Praxis für Nasenchirurgie.

Die Form der Nase kann dabei vielfach variieren: Zwischen einer sehr breiten Nasenspitze, im Volksmund bekannt als „Knollennase“, die Spitze kann einen ausgeprägten Spalt aufweisen, sie kann sehr schief und asymmetrisch erscheinen, als sehr spitz, hängend etc. wahrgenommen werden.


Zu breite Nasenspitze als häufige Ursache

 Bei der breiten Nasenspitze ist es extrem wichtig die ungefähre Dicke der Haut zu beurteilen, da bei dicker Haut eine Verschmälerung der Nasenspitze nicht immer im gewünschten Maß möglich ist. Diese Tatsache müssen der Chirurg, aber auch der Patient oder Patientin vor der Operation verstehen. 

 

Die fettige Schicht unter der Haut kann teilweise entfernt werden, aber das löst nicht alle Probleme mit der Hautdicke. Eine weitere Manipulation kann mit unschönen Narben an der Nasenspitze enden, die danach schwer zu behandeln sind. Bei einem normalen Hautmantel wird eine Verfeinerung der Nasenspitze durch ist eine Modellierung des darunterliegenden Knorpels erreicht, nach Möglichkeit ohne Abtragung von größeren Knorpelmengen.

 

Die Nasenspitze wird dann mit einer Naht modelliert, die ihr das Aussehen eines Diamanten  gibt - mit der breiten Basis nach oben. Gleichzeitig werden durch die Naht die Nasenflügel unterstützt. Diese Naht ist in unserer Praxis entwickelt worden und zeigt bisher sehr gute Ergebnisse, sie wird von vielen Kollegen in der Welt benutzt.

 

In den Fällen, wo die Nase schon voroperiert worden ist und ein Teil der Nasenspitzenstruktur fehlt, sind knorpelige Transplantate notwendig, um die gewünschte Form zu erreichen.

 

Beispiel einer Nasenspitzennaht
Beispiel einer Nasenspitzennaht

 

Die Operation der Nasenspitze dauert in der Regel ca. 45 Minuten bis zu einer Stunde, und das endgültige Ergebnis ist deutlich schneller zu sehen als bei einer Operation der gesamten Nase.

Fotos unserer Patientin nach Operation einer Höckernase mit einer breiten Nasenspitze


Hängende Nasenspitze

Auch eine hängende Nasenspitze kann sich ästhetisch sehr unvorteilhaft auf das Gesicht auswirken. Eine Anhebung der Nasenspitze erfolgt auch mit der Stabilisierung derselben durch ein knorpeliges Transplantat. Wir verwenden ausschließlich körpereigene Transplantate, und der Knorpel wird am häufigsten aus der Nasenscheidewand gewonnen.

Wird sich meine Spitze später absenken?

Septal Extension Graft
Das Bild zeigt einen sog. Septal Extension Graft nach der Überlappung und Stabilisierung mit „Embracement Graft“

Eine von den wichtigsten Aufgaben in der Nasenspitzenmodellierung ist Sicherzustellung der Position. Früher hat man die Nasenspitze „überrotiert“, das heißt, die Strukturen so bearbeitet, dass im Laufe der Zeit die Nasenspitze absinkt. Aber wird die Spitze in der genau gewünschten Position stehen bleiben? Wird der Winkel unseren Wünschen entsprechen oder wird die Nasenspitze zu hoch? Oder wird sie nach mehreren Monaten hängen?

 

Ein Chirurg darf sich nicht auf Glück als entscheidenden Faktor verlassen. Auch heutzutage versuchen sich manche Chirurgen auf die Gewebeverdichtungen oberhalb der Nasenspitze, die manche Ligamente nennen, zu verlassen.

 

Dabei wird, besonders bei Patienten mit dickerer Haut, die Schwerkraft ignoriert und die Tatsache, dass diese Gewebeverdichtungen im Alter weniger straff und damit länger werden. Unter anderem deswegen haben ältere Personen häufig eine längere, hängende Nasenspitze. Eine bewegliche Nasenspitze senkt sich so gut wie immer in Laufe der Zeit ab.


Unser Konzept beruht auf dem Prinzip, dass ein knorpeliges Transplantat, welches aus der Nasenscheidewand entnommen wurde, in die Nasenspitze integriert wird. Damit kann von vornherein die Position der Nasenspitze festgelegt und die dafür notwendige Stabilität erreicht werden. Dieses Konzept hat sich seit über 20 Jahren bewährt, und die Nasenspitze bleibt in der gewünschten Position. Das Gefühl der Steifheit der Spitze verschwindet teilweise nach mehreren Jahren und es wird zur Normalität wie der unbewegliche Nasenrücken. In seltenen Fällen, wenn der Knorpel im Nasenstegbereich sehr stabil ist, kann man sich auf ein ganz kleines Stabilisierungstransplantat verlassen.

 

Die beiden folgenden Bilder zeigen das Prinzip der sogennanten Stair Step Extension Graft. Ein Absinken der Nasenspitze ist damit nicht möglich:

Stair Step Extension Graft
Stair Step Extension Graft

Quellen:

-M. Kovacevic et al. Neue Aspekte in der Nasenspitzenchirurgie, HNO ,12/2015

-M. Kovacevic et al. Cranial Tip Suture in Nasal Tip Contouring, Facial Plastic Surgery 2014;30:681-687

-M. Kovacevic, Kapitel „Dorsal Refinement“ aus dem Buch „ Dorsal Preservation“